Jugendcamp 2019 „There is no Planet B“

 

Vom 2. bis 15. August fand dieses Jahr unser Jugendcamp unter dem Titel „There is no Planet B“ in Tamera statt. 43 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus 8 verschiedenen Ländern, unter anderem Portugal, Deutschland, Alaska, Brasilien und die USA, nahmen daran teil.
Angelehnt an den Slogan der ´Fridays for Future´- Bewegung: „Systemchange not Climate Change“
widmeten wir uns den Fragen: Was bedeutet Systemwechsel eigentlich? Wie kann er in den verschiedenen Bereichen des Lebens aussehen? In welches System wollen wir denn
wechseln? Finden wir ein Bild, eine Vision vom Leben, die wir lieben und für die wir uns gemeinsam einsetzen möchten?

Wir starteten in unsere erste Woche mit einem Blick in die Welt: Was bedeutet Kapitalismus? Wie funktioniert er? Und warum hängen Kapitalismus und Klimawandel so eng und untrennbar miteinander zusammen?.
Danach nahmen wir uns Zeit in die inneren Bereiche des menschlichen Lebens zu schauen. Was bedeutet Systemwechsel in den Bereichen Gemeinschaft, Liebe und Freundschaft? Und warum ist es notwendig, auch diese Bereiche mit einzubeziehen, wenn wir langfristig etwas gegen den Klimawandel tun möchten?
Wir begannen schon in der ersten Woche mit täglicher Forumsarbeit. Einer Möglichkeit, wo die Jugendlichen vor den anderen in einem Kreis offenbaren können, was sie im tiefsten Inneren beschäftigt. Dadurch war es für viele Jugendliche möglich zu erkennen, dass sie mit ihren Fragen, Problemen, aber auch Wünschen und Glückserlebnissen nicht allein sind, sondern es vielen anderen Jugendlichen genauso geht wie ihnen.


Die zweite Woche des Camps starteten wir mit drei Tagen im solaren Testfeld von Tamera.
In 7 Untergruppen konnten sich die Jugendlichen in Theorie und Praxis in folgende Themen vertiefen: Solares Kochen und gesunde Ernährung, Spiegeltechnologie, Wasserretention, Upcycling und nachhaltige Mode, regionale Autarkie und geschlossene Energiekreisläufe, Kompost, Biogas und vieles mehr, was wir in Tamera an konkreten Maßnahmen gegen Klimawandel und die fortschreitende Zerstörung der Erde an Antworten zusammengetragen und entwickelt haben. Am Ende dieser drei Tage präsentierten sich alle Untergruppen gegenseitig ihre Erfahrungen und was sie gelernt hatten. So konnte jeder einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Thematiken erlangen.
In den letzten drei Tagen des Camps trugen wir in einer Schreibwerkstatt zusammen, was wir alles in der Zeit des Camps gelernt hatten. Die Jugendlichen schrieben zu den Fragen: Wie könnte eine friedlichere Erde aussehen? Was könnten nächste Schritte auf dem Weg der Veränderung sein? Wo sehe ich meinen Platz darin?
Aus dem entstandenen Material schöpfend, schlossen wir dann unser Camp am letzten Abend mit einer wunderschönen Aufführung mit Chor, Texten, Gedichten, Liedern, Rap und Tanz, vor einem großen internationalen Publikum ab. Es war sehr aufregend für die Jugendlichen den Erwachsenen zu zeigen, wo sie in ihren Gedanken, ihrer eigenen Reise durch dieses Camp gelandet waren. Am Ende bekamen sie einen großen Applaus und fielen sich voller Freude und Begeisterung in die Arme.

Für uns war es wieder einmal ein sehr erfolgreiches Camp! Und wir bedanken uns bei allen Jugendlichen für ihr großes Vertrauen und bei allen Helfern und Lehrern für ihren Einsatz für die Jugendlichen.

Das Tamera Jugend Team,
Eiko, Nora, Corinna, Simon